
Es gibt in Bayern 20 Amphibienarten, die zum Teil ähnliche, zum Teil aber auch sehr unterschiedliche Lebensraumansprüche haben (Bestimmungshilfe)
– effektiver Amphibienschutz ist aber nur möglich, wenn diese berücksichtigt
werden.
Alle Amphibienarten benötigen im Lauf ihres Lebens verschiedene, für sie geeignete Lebensräume und sie brauchen die Möglichkeit, gefahrlos zwischen diesen Lebensräumen wandern zu können.

Gewässerschutz
Fast alle Amphibienarten legen ihre Eier in stehenden Gewässern ab. Dort schlüpfen die Larven, hier verbringen sie die ersten Wochen bis zur Metamorphose, bis sie also so weit entwickelt sind, dass sie an Land gehen können. Auch erwachsene Amphibien leben häufig mehrere Tage oder Wochen im Jahr im oder am Fortpflanzungsgewässer. Ein bedeutender Bestandteil eines umfassenden Amphibienschutzes ist daher der
Schutz der Laichgewässer.
Landlebensraumschutz
Außerhalb der Fortpflanzungszeit leben die Amphibien meist an Land. Das sind je nach Art Auen, reich strukturierte Kulturlandschaften oder auch Wälder. Viele Arten tauchen im Sommer auch in Gärten auf, wo sie unter Hecken oder an Reisighaufen Futter suchen.
Im Winter ziehen sich alle Amphibien in frostfreie Bereiche zurück: Einige
Arten überwintern in Erdhöhlen oder -spalten, einige Arten überwintern in
Gewässern. Nicht selten suchen die Tiere auch in Fensterschächten oder Kellern
Schutz.
Wanderwege
Im Frühjahr dann beginnt der Zyklus von Neuem: Mit den ersten warmen und feuchten Tagen wandern die Tiere zum Teil über mehrere Kilometer Entfernung zu den Laichgewässern, um sich hier fortzupflanzen. Mit zunehmender Straßendichte
wird die Wahrscheinlichkeit immer größer, dass sie dabei Straßen überqueren müssen
(Karte
unzerschnittene Landschaften in Deutschland) - an Straßen neben großen Teichanlagen kann es zu besonders vielen überfahrenen Amphibien kommen. Ohne Schutzmaßnahmen
an Straßen können so ganze Populationen innerhalb weniger Jahre ausgerottet werden.
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